das leben jesu in köln 

- oder wie "der alte fritz" einen planeten vom himmel in die domstadt holte -  


zugegeben: wir kölner sind zuweilen schon recht unbescheidene leute, können wir doch bekanntlich den mit abstand schönsten dom der christenheit und mit unserem fc und seinem geißbock einen der lustigsten karnevalsvereine weit und breit unser eigen nennen; ja, das muss man uns einfach lassen! was allerdings die wenigsten wissen: hier in köln hat auch der menschensohn unübersehbar und doch nahezu unbemerkt von der weltöffentlichkeit seine spuren hinterlassen. und hier am rhein begann anno 1961 der kometenhafte aufstieg eines planeten aus unserem sonnensystem. beides - genau genommen sind es drei dinge - kann man bei näherer betrachtung nicht voneinander trennen, also immer schön der reihe nach:

anno 1961 kam er erstmals über uns, nein natürlich nicht der leibhaftige, nicht der heilige geist und auch nicht der planet, sondern ein stets bescheiden gebliebener mensch, auf dem foto links in vorgerücktem alter und rechts daneben einige jahre zuvor zusammen mit seiner gattin anni, welche hier vor allem deshalb erwähnt wird, weil sie für das verständnis eines fotos weiter unten von belang ist. 

doch wer ist        dieser mann,

der damals einen planeten aus unserem sonnensystem nach köln holte und ihn kurz darauf auf engstem raum im erdgeschoss eines hochhauses am ring platzierte, auf welchem zu dieser zeit nächtens noch das logo von klosterfrau melissengeist leuchtete, einem geistigen gebräu, welches zu köln gehört wie 4711 und unsere süffige sprache aus den kleinen gläsern?           

                    

sieben jahre später erwies sich unser himmelsstürmer als sponsor eines kölner sportvereins, dessen bezeichnung mit seinem namen verbunden war und der innerhalb kurzer zeit viermal deutscher meister wurde. doch was in aller welt hat das alles mit dem leben jesu zu tun?!

eine ganze menge, denn anlässlich seines 55. hochzeitstages spendierte er unserem dom und damit unserer stadt und dem erdkreis ein etwa zwölf meter hohes fenster, auf welchem "szenen aus dem leben jesu" abgebildet sind, - und so heißt auch dieses kunstwerk: 

   

es handelt sich also um ein ganz normales kirchenfenster, - oder etwa nicht?

nein - natürlich nicht, denn was in köln ist schon ganz normal! blicken wir als ehrfürchtig staunende dombesucher ein klein wenig genauer hin, dann erkennen wir in der unteren vierergruppe auf den beiden bildern in der mitte die initialen "aw" und "fww".

und direkt unter diesen vier bildern ist zu lesen: "anni und friedrich wilhelm waffenschmidt anlässlich ihres 55. hochzeitstages". wem das nun immer noch nichts sagt: es handelt sich um "den saturn" persönlich! 

zum schluss noch ein foto       von unserem "alten fritz" ...

... zusammen mit unserer früheren dombaumeisterin barbara schock-werner anlässlich der
präsentation des leben jesu im kleinformat.

im jahre 1984 verkaufte waffenschmidt sein imperium. seitdem gibt es leider den kölner basketballverein bsc saturn nicht mehr. heute lebt friedrich waffenschmidt in florida, bis vor einiger zeit wohnte er zuweilen auch in monte carlo und köln. jetzt im frühjahr 2013 ist er leider schwer erkrankt und der leibhaftige möge ihm schon bald wieder auf die beine helfen!

eines ist schon heute klar: er hat sich um seine, nein unsere vaterstadt verdient gemacht! in einem zeitungsartikel aus dem jahre 2008 wird er als "pionier, mäzen und liebevoller chef" beschrieben. anderen berichten zufolge war es ihm zumindest in den gründerjahren stets ein bedürfnis, seinen mitarbeitern alljährlich weihnachtsgrüße zu schreiben.       

... und hier ist der "stern",     der seinen namen trägt ...


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