gaffel_kronenkork.jpg (5665 Byte)   die gaffeln  Gaffel_light_kronenkork.jpg (5881 Byte)


im jahre 1396 gelingt es den kölner handwerkern und kaufleuten nach langem gerangel,
die patrizier zu entmachten.


nun schließen sie sich über den kölner verbundbrief zusammen. jeder handwerker muss einer vereinigung mit sehr strengen regeln -einer sogenannten gaffel- beitreten. das wort "gaffel" geht -nebenbei gesagt-  auf eine große gabel zurück, mit welcher damals nicht nur im mittelalterlichen köln ein festgelage eröffnet wurde.

insgesamt werden 22 gaffeln gegründet, z.b. die gaffel der steinmetze, die der schmiede, die gaffel der schuster, der brauer oder die der harnischmacher, deren mitgliedsbetriebe harnische, also rüstungen herstellen. diese vorläufer der heutigen innungen "unterschreiben"
ihren bund  jeweils mit einem siegel, wobei das große siegel
unten links  das der stadt köln ist.

der verbundbrief   verbundbrief.jpg (35251 Byte)  aus dem jahre 1392

jede gaffel bewahrt über lange zeit ein exemplar dieses verbundbriefes im gaffelhaus am alter markt auf, in welchem seit 1987 die kölner privatbauerei gaffel übrigens
einen ausschank betreibt.


ani.koelschglas.gif (19301 Byte)           gaffelhaus.jpg (60655 Byte)          ani.koelschglas.gif (19301 Byte)

das historische gaffelhaus am alter markt

von stund` an sitzen von den 49 mitgliedern im kölner rat  36 männer aus den reihen der 22 gaffeln und fassen bei kölsch und mettbrötchen weise beschlüsse für unsere stadt. - die anderen 13 sind vermutlich wein schlürfende adelige. - hier ein auszug aus dem bis heute nie
gefundenen protokoll der ratsversammlung im gaffelhaus vom 11. im 11. anno 1396:

ani.koelschglas.gif (19301 Byte)     "üch jecke patrizier suffe mer doch jlatt unger de desch!"     ani.koelschglas.gif (19301 Byte)

und als zeichen ihrer neuen macht erbauen die neuen stadtherren alsbald einen wunderschönen rathausturm.

das alte      rathaus.jpg (21518 Byte)     rathaus


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