trauriges aus der domstadt


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in der nacht auf den 29. februar 2016 verstarb im alter von 73 jahren hans löhr, auch hannes, hennes oder wegen seines markanten richkolbens einfach nur "die nas" genannt. mit hans löhr hat unsere domstadt den mit abstand erfolgreichsten und wohl auch einen der beliebtesten fußballer des 1. fc köln verloren. im jahre 1978 war er unter dem damaligen fc-trainer hennes weisweiler nicht nur spieler, sondern auch als manager am größten erfolg der vereinsgeschichte maßgeblich beteiligt, nämlich dem gewinn der deutschen meisterschaft und des dfb-pokals in nur einer einzigen saison. vor allen dingen aber war hans löhr nach den aussagen aller, die ihn kannten, ein äußerst liebenswerter mensch. 

1978: links hans löhr mit dem dfb-pokal und rechts neben ihm der damalige torhüter harald alias toni schumacher mit der meisterschale der bundesliga


am 3. märz 2016 veröffentlichte der kölner express einen erheblich persönlicheren nachruf auf hannes löhr. dieser bericht stammt von keinem anderem als dem oben abgebildeten früheren torwart des 1. fc. köln.  


wir schreiben das jahr 2015, genauer gesagt den 31. dezember. vor dem kölner hauptbahnhof versammeln sich am dom ungezählte ungebetene gäste, welche unter dem beisein einer offensichtlich hoffnungslos überforderten polizei hilflose mädchen und frauen begrapschen und bedrohen. nein, so etwas wollen wir hier in der domstadt nicht haben!

köln, 31. dezember 2015


etwa zehn jahre nach dem tod des legendären jean löring erlag in der nacht zum 14. märz 2015 klaus ulonska, der überaus beliebte präsident von fortuna köln im alter von 72 jahren einem herzinfarkt. er war nicht nur ein erfolgreicher leichtathlet und jungfrau im dreigestirn des kölner karnevals, sondern führte die fortuna mit viel geduld und fingerspitzengefühl nach vielen jahren aus der versenkung wieder in die dritte bundesliga. 

nach einer bewegenden trauerfeier in sankt aposteln, bei welcher klaus ulonska unter den kölschen klängen des jugendchors st. stephan sowie der bläck fööss zusammen mit dem schulchor der katholischen hauptschule großer griechenmarkt verabschiedet wurde, fand er am 20. märz auf dem melatenfriedhof die ewige ruhe. 


hildegard krekel ist nicht mehr unter uns, denn nach langem krebsleiden verstarb sie am 26. mai 2013 im alter von knapp 61 jahren in ihrer heimatstadt köln.

hildegard    krekel

mit ihr wird unsere stadt um ein echtes kölsches mädchen ärmer, - ja ein herz und eine seele! unvergessen bleibt vor allem ihre rolle als tochter von ekel alfred. - maach et jot, hildejard!


am 21. mai 2009 verliert im alter von nur 28 jahren robert müller, der torwart des kec ("die kölner haie") und der deutschen eishockey-nationalmannschaft den kampf gegen seinen gehirntumor. der liebe gott sei seiner seele gnädig.


am 3. märz 2009 bricht im zuge der u-bahn-arbeiten unter der severinsstraße das kölner stadtarchiv in sich zusammen. in der folge müssen mehrere wohnhäuser im severinsviertel aus sicherheitsgründen abgerissen werden. zwei tote sind zu beklagen.


mehr als 3000 obdachlose bevölkern anno 2000 unsere stadt. einige sind arbeitsscheu, andere stolz darauf, berber zu sein; doch viele und auch unbescholtene und ehemals wohlhabende bürger sind unverschuldet durch die maschen des sozialen netzes gerutscht und wissen nicht mehr ein noch aus. die stadtverwaltung ist derweil in einen gigantischen neubau vor der kölnarena in deutz umgezogen. und ein neues polizeipräsidium mit eigener autobahnanbindung haben wir uns auch geleistet.


dafür werden die klassenräume unserer stadtkölnischen schulen nur noch einmal in der woche gereinigt. schmutz und allergien breiten sich aus. ganze elternschaften putzen in ihrer freizeit, um das leibliche wohl ihrer kinder nicht weiter zu gefährden. ob im rathaus mit seinem neuen gläsernen aufzug für unseren oberbürgermeister auch nur einmal pro woche die reinigungskräfte anrücken?



- todesanzeige -

 am samstag, dem 13. märz 1999, wurde in köln-deutz nach einem erfüllten leben unsere geliebte freundin und wegbegleiterin, die
kölner sporthalle, öffentlich hingerichtet. sie musste sterben, weil
sie älter und unscheinbarer war als die neue köln-arena und somit
nicht mehr das erforderliche geld anzuschaffen in der lage war.

gegen den ersten elektroschock um sieben uhr morgens konnte sie
sich noch tapfer aufbäumen. kurz vor sechs uhr abends aber gab
sie für immer ihren geist auf.

wir kölner werden ihrer immer eingedenk sein, zumal sie das flair
hatte, welches ihre aufgeblähte nachfolgerin nicht hat und nie
haben wird.man gedenke nur der unvergesslichen sechs-tage-rennen
zum jahreswechsel!

gott sei ihrer armen seele gnädig! - amen.

die einäscherung fand heute unter lautem getöse
auf dem kölner messegelände statt.


unser ex-regierungspräsident hatte wieder einmal zugeschlagen: es gehe nicht an, wie am 15. april a.d. 1999 der presse zu entnehmen war, dass kölner schulen an weiberfastnacht einen beweglichen ferientag  einlegen. - begründung: letztes mal seien  viele jugendliche am donnerstag  vor karneval angetrunken durch die domstadt getorkelt. 

mag schon sein, lieber herr antwerpes! aber macht nicht euer vorhaben unsere schulen noch mehr zu verwahranstalten, als sie es ohnehin schon sind? übernehmen diese nicht  schon genug aufgaben, welche ureigentümlich den erziehungsberechtigten obliegen?



- todesanzeige -

  08.01.1909      Millowitsch.jpg (7772 Byte)     20.09.1999

  willy millowitsch

ist tot. am heutigen 25. september wurde er nach einem requiem im kölner dom in der familiengruft auf dem friedhof melaten beigesetzt.

das kölner bürgertum erhob ihn zur kultfigur. bereits zu lebzeiten
wurde ihm ein denkmal gesetzt, was ich übrigens nie habe
nachvollziehen können.

während der trauerfeierlichkeiten, welche auf wdr 3 live übertragen wurden, war mehrmals die musikalisch vorgetragene frage zu hören,
was "wir" kölner ohne unseren willy denn jetzt machen sollen. - ich
halte es da eher mit den ersten takten eines früheren liedchens
von ihm selbst:

"wir sind alle kleine sünderlein, ... `s war immer so, war immer so ..."

trotzdem bzw. gerade deshalb, lieber willy:

maach et  joot !

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